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Aufgaben der Sektion

Schockraum

Im Schockraum des Zentrums Operative Medizin des Universitätsklinikums Würzburg werden kritisch kranke und schwer verletzte Patienten interdisziplinär behandelt. Ein Team aus Anästhesisten, Unfallchirurgen, Allgemeinchirurgen, Neurochirurgen und Radiologen steht zusammen mit nicht-ärztlichem Assistenzpersonal rund um die Uhr zur Verfügung um schwer verletzte Patienten auf höchstem Niveau zu versorgen. Alle anderen Fachdisziplinen sind jederzeit verfügbar, um spezielle Verletzungsmuster und Erkrankungen sofort und kompetent zu versorgen. Hierzu zählen die Kinderchirurgie, die Gefäßchirurgie, die Herz, -Thorax- und thorakale Gefäßchirurgie, die Urologie, die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die Augenheilkunde, die Gynäkologie und die Pädiatrie. Das Institut für Transfusionsmedizin stellt die Versorgung mit Blutprodukten sicher. Das organisatorische Management für die Schockraumversorgung obliegt der Abteilung Notfallmedizin der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie.

Qualitätszirkel Schockraum

Im Jahre 2006 wurde der „Qualitätszirkel Schockraum“ eingeführt. Mit seiner Einführung wurde ein Gremium geschaffen, das Probleme im Prozessablauf der Schockraumversorgung identifiziert, analysiert und entsprechend Lösungen erarbeitet.

Folgende Charakteristika zeichnen den Qualitätszirkel Schockraum aus:

  • Zusammensetzung aus ständigen Vertretern (einschließlich Pflegekräfte) der an der Schockraumversorgung unmittelbar beteiligten Fachdisziplinen: Anästhesie, Unfallchirurgie, Chirurgie, Neurochirurgie, Radiologie, Urologie und Herz-Thorax-Chirurgie.
  • Regelmäßige Tagungen alle 8-12 Wochen und außerplanmäßig, falls ein aktueller Anlass dies erforderlich machen sollte.
  • Die Sitzungen haben eine feste Agenda und sind auf eine Stunde begrenzt.
  • Offenes Forum für alle an der Schockraumversorgung beteiligten Disziplinen.
  • Die Ergebnisse der Treffen werden schriftlich in einem Sitzungsprotokoll fixiert und auf internen Abteilungsfortbildungen bekannt gegeben. Veränderungen des Behandlungspfades werden als Anhang schriftlich formuliert und festgehalten.
  • Regelmäßige Falldiskussionen.
  • Initiierung und Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.
  • Erarbeitung von interdisziplinären Standard Operating Procedures (SOPs)

Das innerklinische Notrufsystem/ Reanimationsteam

Für das gesamte Klinikum gilt eine einheitliche Notrufnummer. Hierüber können sämtliche Notfälle, die sich auf dem Klinikgelände ereignen gemeldet werden. Die Anrufe werden auf der Anästhesiologischen Intensivstation ärztlich entgegengenommen. Von hier rückt das Reanimationsteam aus. Das Team besteht aus einem Anästhesisten und einer Intensivpflegekraft. Da das Klinikum im Pavillonstil gebaut ist, steht für die Einsätze außerhalb des Zentrums Operative Medizin ein Einsatzfahrzeug zur Verfügung, das das Team in kürzester Zeit zum Einsatzort transportiert.

Seit September 2007 ist im gesamten Klinikum ein Projekt mit einheitlichen Notfallwagen und Automatischen Externen Defibrillatoren (AED) umgesetzt. Ärztliche Leiter des Projektes sind  PD Dr. Thomas Wurmb (Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie) und Dr. Dirk Weismann (Medizinische Klinik I).
Das klinikumsweite Reanimationstraining für das ärztliche Personal der Klinik wird von er Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie geleitet und durchgeführt.

Intensivtransportwagen (ITW) und Verlegungsarzteinsatzfahrzeug (VEF)

Seit 1999 wird vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) ein Intensivtransportwagen (ITW) betrieben. Dieses Fahrzeug verfügt über technische Voraussetzungen, die modernste intensivmedizinische Behandlung ermöglicht. Die ärztliche Besetzung wird durch die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie sichergestellt.

Schwer kranke Patienten können so rund um die Uhr aus Krankenhäusern der niedrigeren Versorgungsstufe in entsprechende Behandlungszentren verlegt werden. Nach erfolgreicher Therapie können Patienten, die noch intensivtherapie- oder intensivüberwachungspflichtig sind in Rehabilitationseinrichtungen oder in Krankenhäuser der niedrigeren Versorgungsstufe mit dem ITW verlegt werden.

Seit 2010 wird zusätzlich zum ITW das Verlegungsarzteinsatzfahrzeug betrieben. Die Johanniter Unfallhilfe stellt hierzu ein voll ausgestattetes Einsatzfahrzeug zur Verfügung. Die ärztliche Besetzung erfolgt zu über 70 Prozent durch Ärztinnen und Ärzte der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie.

Die präklinische Notfallmedizin

Notärztinnen und Notärzte der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie sind zahlreich an der Besetzung der Notarztstandorte im Bereich Unterfranken beteiligt. Der Dienst am Standort Würzburg wird als Dienstaufgabe und zusätzlich im Rahmen einer Nebentätigkeit ausgeübt. Ebenso sind Fachärzte der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie an der Besetzung der Rettungshubschraubers Christoph 18 beteiligt. Der Verlegungsarzt wird regelmäßig zu Primäreinsätzen als Notarzt in Würzburg alarmiert.
Der Leitende Notarzt für Stadt und Landkreis Würzburg wird zu ca. 70% von Ärzten der Klink und Poliklinik für Anästhesiologie gestellt.

Großschadensereignisse; der Interne und der Externe Krankenhausnotfall

In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Medizinsicherheit des Klinikums werden in beratender Tätigkeit wesentliche Konzepte der internen und externen Katastrophenplanung erarbeitet. Hierzu gehören der Alarmplan für externe Großschadensereignisse und Alarmpläne für interne Katastrophen wie z.B. Brandkatastrophen.